Wer etwas wirklich Schönes erleben will, der sollte sich den Wecker auf halb fünf stellen und dann zum Angeln an einen Gebirgsee gehen. Eingehüllt von Nebelwolken sieht man eine Landschaft, wie man sie nicht oft in seinem Leben sehen wird. Das Wasser ist glasklar und im Sommer auch warm zum baden. Allerdings sollte man immer Respekt vor der Natur haben und auch die Lautstärke etwas drosseln. Die Tiere haben sich zwar an die Menschen gewöhnt - unsere Freunde sind sie allerdings noch nicht.

Genau dieses habe ich erlebt, als wir unvorsichtigerweise die Essensreste vom Vorabend nicht richtig verstaut haben. Am nächsten Morgen machten sich zwei kleine Bären über unsere Vorräte her und verwüsteten quasi alles, was drum herum lag. Darum hier ein paar Tipps: Niemals im Wind sitzen, wenn Fisch zubereitet ist und auch niemals die Klamotten nach draussen zum Lüften hängen. Lebensmittel ins Auto in die Kühlbox tun und wenn doch mal ein Bär kommt - absolute Ruhe bewaren!

Die Fahrt entlang des Fraser Rivers ist eine der schönsten Strecken in BC. Man durchfährt kleine Dörfer, die dem Einfluss der Indianer zwar noch unterliegen, aber meistens nicht mehr sind, als Touristenorte. Die wahre Schönheit liegt in den Bergen und den Seen. Auch die Tiere (bitte nicht füttern!) sind ein Anblick und eine Rast wert. So kann es auch sein, dass man beim Nachtfischen auf eine kleine Gruppe Racoons (Waschbären) trifft. Die Natur ist so überwältigend, dass wir alle 2 Kilometer halt gemacht haben, nur um zu gucken. Einfach nur gucken.